Spanien reagiert auf die Finanzkrise

09.10.2008

In der Tat ist bislang keine spanische Bank in eine Krisensituation geraten, so wie es etwa in verschiedenen EU-Nachbarländern oder den USA zu sehen war. Das derzeitige Durchhaltevermögen der spanischen Banken ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass kaum „Suprimekredite“ angekauft worden sind, was wiederum auf eine effiziente Aufsicht durch die „Banco de España“ zurückzuführen ist.

Die seitens der spanischen Regierung am Dienstag verkündete Maßnahme besteht in der Errichtung eines Fonds in Höhe von 30 Milliarden €, der bei Bedarf auf insgesamt 50 Milliarden € erweiterbar ist. Im Gegensatz zu den in anderen Ländern errichteten Fonds wird der spanische Fonds bei denjenigen Banken, die sich refinanzieren müssen, ausschließlich Aktivposten maximaler Qualität, vorwiegend solche, die AAA bewertet wurden, kaufen. Rodriguez Zapatero unterstrich, dass diese Maßnahme die Staatsverschuldung nicht erhöhen werde, da sie zu Lasten staatlicher Rücklagen errichtet werde. Auch sei die Maßnahme als Komplementärmaßnahme zu den seitens der Europäischen Zentralbank verabschiedeten Finanzspritzen zu verstehen.

Schließlich werden daneben, ab sofort, die in Spanien bislang in Höhe von 20.000,- € gesicherten Spareinlagen in Höhe von 100.000,- € pro Inhaber und Bank gesichert.

Mit diesem Schritt verabschiedet die spanische Regierung aktuell lediglich eine Präventivmaßnahmen und setzt sich damit deutlich von anderen Regierungen ab, die erst dann eingegriffen hatten, als Bankinstitute ihres Landes buchstäblich „gerettet“ werden mussten.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Stefan Meyer: smeyer@mmmm.es